Wissenswertes
Variationskoeffizient
Wie stark streuen die Vergleichswerte? Der Variationskoeffizient beantwortet genau diese Frage – und zeigt, wie belastbar ein Vergleichswert ist.
Aktualisiert am 3. September 2025ZT datenforum eGen

Inhalt (4 Abschnitte)
Das Wichtigste in Kürze
- Der Variationskoeffizient (VK) setzt die Standardabweichung ins Verhältnis zum Mittelwert.
- Er zeigt, wie stark Vergleichswerte streuen – je kleiner, desto homogener.
- In der Immobilienbewertung sollte er unter 35 % liegen.
Was misst der Variationskoeffizient?
Der Variationskoeffizient ist ein Konzentrationsmaß der Statistik. Ist die Standardabweichung im Verhältnis zum arithmetischen Mittel groß, liegt eine schwache Konzentration vor – die Werte streuen stark.
Wie ist der Wert zu lesen?
unter 20 %Sehr homogenDie Vergleichswerte liegen eng beieinander – hohe Sicherheit.
20 bis 35 %AkzeptabelSpürbare Streuung, die Aussage ist aber noch belastbar.
über 35 %UnsicherHohe Streuung – andere Verfahren oder eine weitere Plausibilisierung sind nötig.
In volatilen Märkten – etwa in Tourismusgebieten oder bei Luxusimmobilien – kann der Wert auch höher liegen.
Bedeutung im Vergleichswertverfahren
Im Vergleichswertverfahren werden vergleichbare Verkäufe herangezogen. Streuen diese bei wertbeeinflussenden Merkmalen stark, ist der Mittelwert nicht repräsentativ: Das Unsicherheitsrisiko steigt, die Nachvollziehbarkeit sinkt.
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